Machen wir Hamburg zum Sicheren Hafen!

Das Mittelmeer – Die tödlichste Grenze der Welt

Jeden Tag riskieren Menschen ihr Leben, wenn sie sich auf der Flucht vor Krieg, Armut, Unterdrückung und Folter in die Boote Richtung Europa setzen. Allein in den letzten Wochen sind Hunderte von ihnen ertrunken, weil die bereitstehenden privaten Rettungsschiffe von Italien und Malta am Auslaufen gehindert werden.
Das Konzept der Abschreckung und Abschottung ist zynisch, menschenfeindlich und zudem irrational: Denn Flucht vor unerträglichen Zuständen lässt sich nicht aufhalten. Die Politik des bewussten Sterbenlassens der europäischen Regierungen verstößt außerdem offen gegen das internationale Seerecht.
Seenotrettung ist kein Verbrechen, sondern eine selbstverständliche humanitäre Pflicht. Abschottung und unterlassene Hilfeleistung verstärken das Ausmaß der Entrechtung der Flüchtenden und erhöhen die Anzahl der Toten.
Die dazu passende, zunehmende Verrohung der Sprache in Politik und Medien heizt den gesellschaftlichen Rassismus zusätzlich an.

SEEBRÜCKE – Für sichere Fluchtwege

Es ist Zeit aufzustehen und NEIN zu sagen zur Verweigerung von Hilfe und JA zur Seenotrettung und zu sicheren Fluchtrouten! Niemand kann sagen, nichts gewusst zu haben. Das Sterbenlassen im Mittelmeer geschieht durch unsere Regierungen, in unserem Namen. Werde Teil der SEEBRÜCKE und setze dich mit uns gemeinsam ein für:
Freie Fahrt für alle Schiffe der freiwilligen Rettungsorganisationen.
Sofortigen Stopp der Kriminalisierung der Seenotrettung und der Prozesse gegen Retter*innen.
Sichere Fluchtwege und offene Grenzen für Menschen in Not.
Das Recht auf Leben in Würde und Sicherheit für alle Menschen.

HAMBURG zum SICHEREN HAFEN

Wenn die Regierungen in Europa versagen, dann liegt es an den Städten zu handeln! Barcelona, Palermo, Berlin sind schon mit gutem Beispiel vorangegangen. Wir Hamburger*innen heißen Menschen in Not willkommen! Wir fordern vom Senat der Stadt Hamburg – des „Tors zur Welt“ – die Tore für Schutzsuchende weit zu öffnen und:

  • Hamburg öffentlich zum Sicheren Hafen für Gerettete aus dem Mittelmeer zu erklären.
  • Allen Rettungsschiffen freies An- und Ablegen zu garantieren.
  • Die Aufnahme von Geflüchteten aus dem Mittelmeer in Hamburg offensiv anzubieten.
  • Die Behörden anzuweisen, alle Möglichkeiten zu nutzen, Visa und Gruppenbleiberechte für Gerettete auszustellen.
  • Hierbei nicht auf die Genehmigung von Horst Seehofer zu warten, sondern selbst zu handeln.

Es wird Zeit, dass die Parteien und Regierungen unser NEIN zum Sterben im Mittelmeer stärker spüren als den Druck der Stammtische.

Deswegen rufen wir zu einer weiteren
GROSSDEMONSTRATION der SEEBRÜCKE in Hamburg auf:
Sonntag, 2. September,
Landungsbrücken, 14:30 Uhr

Aufruf als PDF downloaden: Seebruecke_2_9_web